Eisenstadt, 15. 10. 2026
Steigende Kosten und angespannte Gemeindebudgets sind eine ernsthafte Herausforderung. Doch statt die Situation für parteipolitische Kritik zu nutzen, sollte die gemeinsame Verantwortung für die Gemeinden im Mittelpunkt stehen. Während der Gemeindebund und die ÖVP oft nur kritisieren statt Lösungen zu liefern, handelt das Land Burgenland konsequent: Mit 89 Millionen Euro Unterstützung im Jahr 2025 und rund 39 Millionen Euro an Bedarfszuweisungen für 2026 sichert das Land Investitionen, Infrastruktur und Lebensqualität in den 171 Gemeinden ab. Dazu kommen gezielte Sonderförderungen, kostenlose Konsolidierungsberatung und ein zusätzliches Sicherheitsnetz durch den Burgenländischen Gemeindefonds. „Wer Verantwortung übernimmt, muss mehr bieten als Kritik: Wir stehen an der Seite unserer Gemeinden – mit Geld, konkreten Lösungen und einem klaren politischen Bekenntnis zu starken Regionen“, betont Landesrat Leonhard Schneemann und fragt sich, ob der Gemeindebund mit dem Konfrontationskurs im Stil des ÖVP-Klubobmannes Bernd Strobl gut beraten ist. „Hier wird offenkundig der sachliche Pfad verlassen, den der frühere Präsident für einen konstruktiven Weg noch zu schätzen wusste.“

„Wer dem Land mangelnde Unterstützung vorwirft, sollte die Zahlen nicht ausblenden: Mit 89 Millionen Euro im Jahr 2025, 82 Millionen Euro im Jahr zuvor und rund 39 Millionen Euro an Bedarfszuweisungen allein für 2026 beweisen wir Tatkraft statt bloßer Ankündigungen. Allein den Bildungscampus Eisenstadt fördern wir bei einem Gesamtvolumen von rund 14,5 Millionen Euro mit 5,4 Millionen Euro an Bedarfszuweisungen und rund 470.000 Euro aus dem Schulbauprogramm, während wir in Hornstein den Neubau des Feuerwehrhauses samt Einsatzfahrzeug mit über 3,36 Millionen Euro an Landesmitteln unterstützen“, betont der für Gemeinde zuständige Landesrat Schneemann. Gleichzeitig begleitet das Land die Kommunen aktiv und unbürokratisch: So wurden 2025 und 2026 bereits mehr als 320 fachliche Beratungstermine durchgeführt.
Zu den Forderungen nach einheitlichen Maßstäben in der Gemeindeaufsicht und dem von ÖVP-Klubobmann Bernd Strobl konstruierten Vergleich zwischen Ollersdorf und Bad Sauerbrunn stellt Landesrat Schneemann unmissverständlich klar: „Im Burgenland werden alle 171 Gemeinden absolut gleich behandelt – es gibt weder Gemeinden zweiter noch dritter Klasse. Alle Gemeinden erhalten die gleiche Unterstützung, sofern sie es zulassen. Hier von fehlender Gleichbehandlung zu sprechen, ist haltlose Polemik.“
„Die ÖVP und der Gemeindebund sollten nicht nur die Herausforderungen benennen, sondern auch anerkennen, was das Land leistet. Wir reden die finanziellen Sorgen der Gemeinden nicht klein – wir begegnen ihnen mit Förderungen, Beratung und konkreten Hilfsangeboten. Der Burgenländische Gemeindefonds bietet darüber hinaus freiwillige Liquiditätshilfe von bis zu fünf Millionen Euro. Unser Zugang ist klar: partnerschaftliche Zusammenarbeit statt parteipolitischer Schuldzuweisungen. Jede Bürgermeisterin und jeder Bürgermeister für sich wird sich künftig fragen müssen, ob es klug ist, sich vor den Karren einer rein taktisch motivierten Landespolitik spannen zu lassen und diesen Weg mitzugehen – auf Dauer ist diese Blockadehaltung jedenfalls schwer vermittelbar. Denn die Menschen erwarten zu Recht, dass wir Probleme lösen und ihre Gemeinden handlungsfähig halten“, so Schneemann abschließend.

